Daseinsfreude Blog

"Ich erfreue mich an meinem Dasein. Immer mehr, in jedem Moment, auch in jenen, die mein Kopf als möglicherweise unattraktiv oder unschön bewertet.
Denn tief in mir weiß ich, dass jeder Moment ein Moment auf meinem Weg ist, aus dem ich lernen kann und wachsen. Darin besteht mein Lebenssinn, und daraus gewinne ich Daseinsfreu.de"


Warum "Daseinsfreu.de"?

Die Geschichte dahinter


Vielleicht ging es Dir wie vielen, und Du bist irgendwie gestolpert, als Du den Namen meiner Domain gelesen hast.
Vielleicht an dem Punkt zwischen „freu“ und „de“, vielleicht am Namen insgesamt. Irgendwie komisch, oder? Warum macht sie das? Mir hat sogar schon mal jemand geraten, den Namen zu ändern….

Wie also komme ich dazu, meine Seite und meine Arbeit so zu benennen? Eines vorneweg: ich will damit nicht zum Ausdruck bringen, dass bei mir immer alles eitel Sonnenschein und Friede, Freude, Eierkuchen ist.

Eigentlich eher im Gegenteil.


Ganz am Anfang


Seit ich denken kann - und das reicht tatsächlich nicht sehr weit in meine frühen Lebensjahre zurück – gab es in mir immer so ein bestimmtes Gefühl. Das Gefühl, irgendwie komisch, oder „nicht richtig“ zu sein. Der Eindruck, dass mit mir irgendwas nicht stimmt. Manchmal dachte ich, dass ich vielleicht irgendeine eigenartige Krankheit hätte, und mir das keiner sagt. Dass ich vielleicht am falschen Ort gelandet bin, oder überhaupt alles ein großes Versehen ist. Oder dass sonst irgendetwas nicht stimmt mit mir und meinem Leben. Woher das kam kann ich nicht genau sagen. Nur dass es eben da war...

Da ich subjektiv ja irgendwie nicht richtig war, habe ich mich intensiv bemüht, richtig zu sein. Mich anzupassen, und alles zu machen um zu gefallen, dazuzugehören, einfach angenommen und so zu sein wie die anderen.

In der Grundschule war ich brav. Habe immer vermieden irgendwie aufzufallen. Und mich ansonsten möglichst ruhig verhalten. Etwas über mich zu sagen, mich anderen mitzuteilen, mich in der Schule zu melden oder durch einen Lehrer/eine Lehrerin angesprochen zu werden, war mir zutiefst unangenehm. Vermutlich weil ich ja "nicht richtig" war, und mir das dann an der Reaktion der anderen immer wieder gezeigt wurde.

Der plötzliche und unerwartete Tod meines Vaters in Folge eines Verkehrsunfalls hat meine innere Situation und meine Selbstwahrnehmung nicht unbedingt verbessert. Im Gegenteil: zu den massiven Selbstzweifeln gesellten sich Schuldgefühle. Und die Frage, ob es irgendwie an mir lag. Heute ist mir ganz klar, dass dem nicht so war. Aber das wußte ich als 14-Jährige, in deren Familie Tabuthemen nicht unbedingt offen besprochen wurden, halt einfach nicht. Und wie so vieles, habe ich das für mich behalten und mit mir selbst ausgemacht.


Noch weiter weg von mir


In der "Sturm-und-Drang-Zeit" meiner sich anschließenden Jugend habe ich die Selbstzweifel und meine Unsicherheit durch Coolness überspielt, und gerne und ausgiebig in Alkohol ertränkt. Eine seinerzeit recht hilfreiche Strategie, derer ich mich über viele Jahre bedient habe. Trotz der Exzesse und vielen Parties gelang es mir immer recht gut, in der Schule, während der Ausbildung und im Leben generell, zurechtzukommen, Erwartungen zu erfüllen (das hatte ich ja lange geübt), meine Ziele zu erreichen und bspw. meine Abschlüsse (teils sogar mit Auszeichnung) zu machen. Sicher geschah das zum Teil auch aus dem Drang heraus, dazuzugehören und endlich anerkannt und richtig zu sein.

Schon auf dem Gymnasium haben mich neben einem Teil der Naturwissenschaften (Bio, Chemie) fremde Länder und Kulturen fasziniert. Mit Begeisterung war ich beim Schüleraustausch dabei.

Leicht gemacht habe ich es mir eigentlich nie, und gleichzeitig war ich stets konsequent; neben der Schulzeit und in der Ausbildung habe ich gearbeitet (meist als Kellnerin – seinerzeit ein guter Verdienst). Meine Leistungskursfächer waren Chemie und Französisch. Nach dem Abi wollte ich reisen, und da ich keinen wirklichen Sponsor hatte, habe ich die fast fünfmonatige Reise nach Australien weitestgehend selbst finanziert, und so organisiert dass ich währenddessen die Möglichkeit hatte für Kost und Logis zu arbeiten.

Rückblickend war diese, und waren auch viele weitere Reisen, einerseits eine Wahnsinns-Bereicherung. Und andererseits eine willkommene Gelegenheit, auszubrechen und davonzulaufen. Einfach weg von allem. So kam es wahrscheinlich auch, dass ich – egal wo – immer bleiben wollte. Von den vielfältigen Reisezielen zurückzukehren war daher oft schwierig. Viel später habe ich gemerkt, dass dieses Wegbleibenwollen mir nicht dabei hilft, mit mir selbst besser klarzukommen. Ich war ja immer dabei. Und meine innere Zerrissenheit und meine Selbstzweifel auch.


Der Ruf der Großstadt


Berlin hat mich schon auf einer Klassenfahrt massiv beeindruckt, und ich wusste ab dann, dass ich die Anonymität, die Verrücktheit und die vielfältigen Möglichkeiten die diese Stadt bot, für mich brauche und haben will. Dort angelandet bin ich dann nach meiner ersten Berufsausbildung (absolviert in Landau/Pfalz). Berlin hat mir lange wirklich gut getan; ich durfte viele tolle Menschen kennenlernen und meinen Weg finden.


Berlin Zurück zu mir
Urheber: © medvedkov/123rf.com

Dieser Weg führte mich - ganz grob - von meinem ersten Anstellungsverhältnis an die Uni und hinein in mein Biochemie-Grundstudium. Auch hier konnte ich nicht bleiben, denn ich habe das erste Mal gefühlt, dass die Naturwissenschaft - so sehr sie mich auch fasziniert - nicht das ist wofür mein Herz schlägt. Viel mehr hatten es mir TCM, indianische Medizin in Südamerika und andere spannende Themen angetan, die ich an der Uni kennenlernen und ein erstes Mal erfahren durfte. Und so ging es nach dem erfolgreich absolvierten Vordiplom in Biochemie zurück in mein Beruf, und gleichzeitig in die Heilpraktikerschule.


Neue Wege


Während meiner nebenberuflichen Ausbildung dort habe ich irgendwann von einer kostenfreien Informationsveranstaltung gelesen, die ein indianischer Medizinmann gab. Und obwohl ich im Grunde überhaupt keine Zeit und Energie für zusätzliche Tasks hatte, gab es in mir diesen starken Drang, nach einer unglaublich vollen Woche spät Abends durch die ganze Stadt zu fahren, um an dieser Veranstaltung teilzunehmen.

Der Raum war brechend voll. Der Medizinmann und jene die um ihn waren, haben eine dermaßen anziehende und positive Energie ausgestrahlt, dass mir noch am selben Abend klar war, dass ich das auch will. Ich hatte seinerzeit keine Ahnung, wie das gehen konnte. Denn in meinem Kalender gab es sowieso kaum Platz, und mein Konto war aufgrund meiner Reisen und der Ausbildung die ich seinerzeit selbst finanzierte auch nicht sonderlich prall gefüllt. Und doch: ich wusste, dass ich diesen Weg gehen „muss“.


Schon kurze Zeit später war ich also Teil der neuen Ausbildungsgruppe dieses indianischen Medizinmannes.

Der Begriff Ausbildung ist hier eigentlich falsch, aber das wusste ich damals noch nicht. Denn hier gab es im mir bekannten Sinne eigentlich keinen Abschluss zu erwerben und keine Qualifikation zu bekommen. So richtig klar wurde mir das erst viel später. Wahrschinlich gut so, wer weiß ob ich sonst überhaupt losgelegt hätte. Anfangs wollte ich auch hier "was werden", und meine "Ausbildung" "erfolgreich" abschließen.


Schritt für Schritt zurück


Dieser Weg hat mein Leben in den letzten mehr als 13 Jahren komplett verändert.

Nach und nach durfte ich erkennen, dass ich doch richtig war. Und woher dieser Schmerz, die Selbstzweifel, das Gefühl nicht richtig zu sein kamen, bzw. womit diese Gefühle zusammenhängen. Vieles durfte heilen, und ich bin bei mir angekomen.

Letztlich war und ist meine „Ausbildung“ bis heute nicht beendet. Der Weg, den ich dank meines Lehrers und mit ihm gehen durfte und darf, ist ein Weg der Erkenntnis, der Erfahrung und der Bewusstseinsentwicklung. Es ist ein Weg der von mir verlangt hat, teils gnadenlos ehrlich - vor allem zu mir - zu sein. Und du kannst mir glauben, dass das alles andere als Freude erzeugt. Jedenfalls im jeweiligen Moment, und dem sich anschließenden Prozess.

Es war und ist ein Weg, der in mir viel bewegt hat. Der den Schmerz, die Zweifel, den Neid, und die vielen anderen negativen Eigenschaften die ich mir selbst nicht eingestehen, und die ich nicht wahrnehmen wollte, aufgezeigt hat. Der mir erlaubt hat, diese Dinge zu sehen, anzunehmen und zu integrieren. Es war und ist ein Weg der Heilung. Ein „Medizin“weg. Wobei der Begriff Medizin in diesem Zusammenhang ganz anders zu verstehen ist. Dieser Weg hat mich ganz zurückgeführt. Zurück zu mir, zurück in die Verbindung mit mir, zurück in die Selbstannahme und -liebe.


Daseinsfreude

Selbstliebe ist die wichtigste und größte Liebe die wir in diesem Leben erfahren können. Selbstliebe hat für mich weder zu tun mit übertriebener Arroganz, einem riesigen Ego oder teils narzisstischer Selbstzentriertheit. Selbstliebe heißt für mich, mich einfach anzunehmen wie ich bin. Mit meinem Licht und meinem Schatten. Denn beides ist in mir, und hat auch eine "Daseinsberechtigung". In einer Welt der Polaritäten gibt es nunmal immer den einen und auch den anderen Pol.


Ganz zurück zu mir


Und genau das anzuerkennen ist für mich die allergrößte „Medizin“, die ich bis heute erfahren habe. Und es ist die Medizin, die ich jetzt immer mehr mit anderen teile. Denn mein wahres Potential kann ich nur dann entfalten, wenn ich mich mit mir, meinen Themen und auch meinem "Schatten" auseinandersetze. Hieraus schöpfe ich die wahre Kraft.

Wenn ich ganz zurück zu mir gehe, hinein in meinen Schmerz, hinein in meine Freude, hinein in mein Herz, in alles was ich bin. Wenn ich das anerkenne, und wahrhaftig erlebe, dass hierin meine wahre Kraft liegt, dann empfinde ich Daseinsfreude.

Ich erfreue mich an meinem Dasein. Immer mehr, in jedem Moment, auch in jenen, die mein Kopf als möglicherweise unattraktiv oder unschön bewertet.
Denn tief in mir weiß ich, dass jeder Moment ein Moment auf meinem Weg ist, aus dem ich lernen kann und wachsen. Darin besteht mein Lebenssinn. Und das heißt für mich Daseinsfreu.de :)

Meine große Vision ist, mehr Heilung, Selbstliebe und Daseinsfreude in die Welt zu bringen, und so diesen wundervollen Planten noch lebenswerter, und das Leben jener, mit denen ich arbeiten darf, noch leichter und erfüllter zu machen.



Es lohnt sich so sehr, den eigenen Weg - zurück zu Dir - einfach mal anzufangen. Denn jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt. Viele kleine Schritte summieren sich irgendwann auf zu einem beachtlichen Weg, den man gegangen ist. Und entlang des Weges erwarten einen wundervolle Erfahrungen.

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Nicht der Arzt heilt, sondern die Natur: der Arzt kann nur ihr getreuer Diener und Helfer sein, er wird von ihr, niemals aber die Natur von ihm lernen.