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Erschöpfung – was ist das und warum fühlst Du Dich erschöpft?


Erschöpfung - Begriffsklärung

Als Erschöpfung bezeichnet man in der Medizin einen Daseinszustand, der mit einem Gefühl körperlicher Schwäche, Müdigkeit, Antriebslosigkeit und Energiemangel einhergeht. Erschöpfung zählt zu den so genannten Allgemeinsymptomen.

Erschöpfung ist nach großen (körperlichen oder seelischen) Anstrengungen ein physiologischer Zustand, der dir anzeigt, dass eine verminderte Leistungsbereitschaft des Organismus vorliegt. Dies dient der Regeneration und damit dem Wiederaufbau physischer und psychischer Energiereserven. Insofern ist Erschöpfung ein temporärer Zustand, der in der Regel schnell überwunden werden kann.

Erschöpfung kann auch als unspezifisches Allgemein- bzw. Begleitsymptom bei vielen Erkrankungen auftreten, z.B. bei malignen Tumoren oder Infektionskrankheiten. Erschöpfung ist ein Ausdruck davon, dass ein erhöhter Ressourcenverbrauch bestanden hat oder besteht.

Es gibt auch Zustände, bei denen Erschöpfung länger andauert und das Hauptsymptom ist: das Chronische Erschöpfungssyndrom (Chronic-Fatigue-Syndrom) und das Burnout-Syndrom.

Denn im geschwächten Zustand (etwa bei lang anhaltenden Krankheiten wie z. B. Virusinfektionen), kann sich die Dauer einer Regenerationsphase mitunter deutlich erhöhen. Eine scheinbar nicht enden wollende Müdigkeit oder Regenerationsphase kann ein Indiz für das chronische Erschöpfungssyndrom (oder Chronic Fatigue Syndrom, CFS) sein.

CFS ist eine komplexe Erkrankung, die durch schwere, unüberwindbare Müdigkeit von mindestens sechs Monaten gekennzeichnet ist. Betroffene leiden meist unter weiteren Beschwerden. Während CFS in erster Linie von äußeren Faktoren ausgelöst wird (z.B. durch infektiöse Krankheiten, Überarbeitung oder genetische Veranlagung), spielen beim Burnout-Syndrom "innere" Faktoren eine größere Rolle.




Erschöpft
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Stress, Erschöpfung und Energie

Anhaltender Stress versetzt den Körper in einen Dauer-Alarm-Zustand, der im Übermaß durch eine Erschöpfung der Nebennieren tief greifende Gesundheitsstörungen hervorrufen kann.

Erschöpfung kann man im Prinzip als einen Mangel an Energie sehen. Die Bereitstellung von Energie ist ein komplexer Vorgang, und wird über ausgeklügelte Regelmechanismen über Hormone und Neurotransmitter gesteuert. Dabei spielt auch die Nebenniere und ihre Hormone, sowie die Schilddrüse eine bedeutende Rolle. Wenn der notwendige Ausgleich nach stressigen Phasen fehlt, fehlt irgendwann die Regeneration, und die hormonbildenden Drüsen ermüden. Ganz einfach gesagt gib es dann "Fehler" in der Bereitstellung von Energie.

Energie ist für mich assoziiert mit Vitalität, Leistungsfähigkeit und Gesundheit. Ein Mangel an Energie zeigt also einen Mangel an den genannten Assoziationen an.

Die biochemische Energie in unserem Körper ist das sog. Adenosintriphosphats (ATP). Die allermeisten Energieübertragungen in der Zelle laufen mit Hilfe von ATP ab. ATP ist daher für das gesamte Stoffwechselgeschehen von zentraler Bedeutung.

Die Bereitstellung von ATP gehört zu den größten Syntheseleistungen des Organismus. Wusstest du, dass der Mensch bereits in Ruhe rund 40 kg ATP täglich (und bei körperlicher Bewegung weitaus mehr) produziert?



Erschöpft aufgrund gestörter Energiegewinnung?

Zur Energiegewinnung läuft in den Mitochondrien (unseren "Zellkraftwerken") u.a. ein mehrstufiger Prozess namens „Zellatmung“ ab. Als Ausgangssubstanzen dafür dienen hauptsächlich die Makronährstoffe Fett und Kohlehydrate bzw. Glucose, aber auch andere Faktoren wie bspw. die Anwesenheit von Sauerstoff spielt eine wichtige Rolle in diesem Prozess.

Die Zellatmung ist ein spannender und hochkomplexer Vorgang, an dem unzählige Enzyme beteiligt sind. Bei allen Vorgängen im Körper spielen Enzyme eine große Rolle. Enzyme werden aus Eiweißen/Proteinen bzw. Aminosäuren gebildet (daher ist wichtig auch davon genug und "richtig" zusammengesetzt aufzunehmen).

Jedes Enzym braucht - um gebildet zu werden und arbeiten zu können - außerdem ganz spezifische Co-Faktoren.

Das Wirken der Enzyme, und ganz generell die Zellatmung ist wie ein Uhrwerk, in dem unzählige Zahnrädchen ineinandergreifen - fehlt eines, läuft die ganze Uhr nicht mehr richtig.

Wenn es einen Energiemangel, Müdigkeit oder Erschöpfung gibt, ist für mich einer der entscheidenden Punkte, zu schauen, ob quasi alle Zahnrädchen da und funktionstüchtig sind. Das beginnt bei den Hormonen und Neurotransmittern, die das "Energiesystem" quasi übergeordnet regeln, geht über das Vorhandensein der vielen benötigten Stoffe bis hin zur Frage, ob es eventuell eine Entgiftungsstörung gibt, die ein regelrechtes Funktionieren des Uhrwerks verhindert.



Erschöpft aufgrund von erhöhtem Energieverbrauch?

ATP wird wie gesagt für viele Prozesse im Körper gebraucht, bspw. um Organfunktionen aufrecht zu erhalten oder zum Stofftransport. Am meisten Energie verbrauchen in unserem Körper das Gehirn und das Immunsystem.

Um Dich vital und leistungsfähig zu fühlen ist wichtig einerseits die Energieproduktion zu erhöhen, und andererseits einen übertriebenen Energieverbrauch zu reduzieren.

Schlechter Schlaf, Entzündungen, Stress, Schadstoff- und Elektrosmogbelastungen, negative Emotionen treiben den Energieverbrauch unnötig in die Höhe.

Ein oft sehr lange unbemerkter Energieräuber sind stille Entzündungen - sie "beschäftigen" das Immunsystem dauerhaft in hohem Maße, und wie gesagt braucht das Immunsystem mit am meisten Energie! Stille Entzündungen entstehen übrigens sehr oft (unbemerkt) im Darm - auch deswegen spielt Darmgesundheit in meiner Arbeit eine so wichtige Rolle.

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Mit einer guten Ernährung, viel Sonnenlicht /Bewegung im Freien, einem guten Schlaf und Biorhythmus, einer guten Versorgung mit Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen kannst Du die Energieproduktion unterstützen und mitunter sogar erhöhen.

Um deine ATP- bzw. Energieausbeute zu optimieren spielt also wie so oft das richtige Maß eine Rolle; das richtige Maß an Makro- und Mikronährstoffen, an An- und Entspannung, letztlich an Energieverbrauch und Energieproduktion. Balance is key - auf allen Ebenen.



Balance
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Symptome bei Erschöpfung

In unserer modernen Gesellschaft gibt es eine generelle Tendenz, diese so wichtige Balance zu verlieren. Viele Menschen belasten sich langfristig über den Punkt körperlicher und seelischer Erschöpfung hinaus. Vor allem Frauen mit Familie haben diese Tendenz.

Zu den vielfältigen Ursachen von Erschöpfung gehören neben den o.g. Punkten auch ein zu niedriger Blutdruck, Stress, Depressive Verstimmungen bzw. Depressionen, psychovegetative Beschwerden, Schlafstörungen, Schilddrüsenunterfunktion u.a.m.

Wer ständig erschöpft und müde ist, fühlt sich den Anforderungen des Alltags irgendwann nicht mehr gewachsen, und verliert das Interesse an Hobbys und sozialen Kontakten.

Oft kommt es zu körperlichen Begleiterscheinungen wie Schwindelneigung, Schweißausbrüche und kalte Händen, Wetterfühligkeit oder beschleunigter Pulsschlag. Häufig besteht auch eine erhöhte Anfälligkeit für Infektionskrankheiten. Psychische Begleiterscheinungen sind Leistungs- und Konzentrationsschwäche, Schlafstörungen, Überforderungsgefühl, Antriebslosigkeit und Freudlosigkeit.

Der Körper ist durch die ständig hohen Anforderungen, die fehlende Balance oder die durchgemachte Erkrankung geschwächt. Es liegen wie oben beschrieben auch Mangelzustände an Vitaminen, Mineralien oder Spurenelementen vor. Um auf allen Ebenen wieder in die Balance zu finden, und die Begleiterscheinungen los zu werden macht es erfahrungsgemäß Sinn, sich über einen längeren Zeitraum kontinuierlich diesem Thema zu widmen, etwa im Rahmen von (LINK: Geheimnis innerer Balance)


Noch mehr Energie(mangel)?


Beim Thema Erschöpfung und Energiemangel ist außerdem wichtig, über die biochemische Betrachtung hinaus zu gehen. Der Körper ist ein komplexes energetisches System das im Grunde aus unzähligen Subsystemen besteht. Krankheit wird - wie oben gesagt - im Prinzip von energetischen Ungleichgewichten verursacht (beispielsweise kann an Ungleichgewicht an essentiellen Nährstoffen die Energieproduktion drosseln und so eben auch ein Ungleichgewicht erzeugen).

Im Grunde können wir sagen das alles aus Energie gemacht ist; Moleküle beispielsweise werden durch chemische Energie zusammengehalten, und auch Pathogene oder verordnete Mittel tragen eine bestimmte Energie.

Nicht alle Energien, die den Körper und die Gesundheit beeinflussen, sind sichtbar. Jene die wir sehen können werden physikalische (messbare) Energien genannt, jene die wir (noch) nicht wirklich messtechnisch abbilden können heißen feinstoffliche Energien. Feinstofflich heißt aber nicht schwach oder fragil, im Gegenteil. Die Wissenschaft nimmt allmählich sogar an, dass das Feinstoffliche (das bisher nicht Messbare) das Messbare steuert und so quasi unseren physischen Rahmen bildet.

Gesundheit kann dadurch wiederhergestellt oder neu begründet werden, dass man die eigenen - auch feinstofflichen - Energien ins Gleichgewicht bringt.

Die Vorstellung, dass es feinstoffliche Energien gibt ist übrigens alles andere als neu, obwohl der Begriff selbst erst relativ spät geprägt wurde. Die Wurzeln der feinstofflichen Energie reichen bis tief in die Geschichte der Menschheit. Vor Tausenden von Jahren entwickelten unsere Ahnen Systeme um mit diesen Energien zu arbeiten. Viele dieser Systeme sind bis heute (teils in ihrer ursprünglichen Form) erhalten. Das ist so, weil dieses Systeme bis dato funktionieren.

Heute werden auf der ganzen Welt in wissenschaftlichen Untersuchungen feinstoffliche Energien und ihre Wirkung erforscht. Unser überbetonter Verstand freut sich über derartige Untersuchungen und resultierende Erklärungen.

Feinstoffliche Energien kann jedoch jede/r von uns von Geburt an unmittelbar und intuitiv wahrnehmen. Das Bauchgefühl, die Intuition, der erste Eindruck – eigentlich zuverlässige Signalgeber und Wegweiser. Wenn wir es zulassen. Wenn wir wieder lernen hinzuhören, hinzufühlen, und diesen instinktiven Wahrnehmungen den Raum zu geben, den sie verdienen. Wie oft ist es Dir schon so ergangen, dass Du nicht auf dein erstes Gefühl gehört, und folglich eine „falsche“ Entscheidung getroffen hast? Ich jedenfalls kenne das nur zu gut.
Aber zurück zum eigentlichen Thema Erschöpfung.



Was tun bei Erschöpfung?

Das Dilemma bei einem anhaltenden Zustand von Erschöpfung ist, dass oft nicht gemerkt wird, dass man sich immer weiter in diesen Zustand hineinmanövriert, und dass der Energiemangel so weit fortgeschritten sein kann, dass es einem extrem schwer fällt, das Problem anzugehen. In solch einem Fall würde ich mir professionelle Unterstützung holen, um das Problem gezielt und an der Wurzel zu lösen - die Ursachen zu finden und konkret zu beheben.

Gleichzeitig bin ich eine Riesen-Freundin der einfachen Dinge, des „back to the basics“. Denn das ist manchmal nicht nur einfach erholsam, sondern oft genug auch gar nicht mehr auf dem Schirm. Viele enorm hilfreiche Dinge sind nämlich kostenfrei, und zudem die Basis dafür, dass Nahrungsergänzungen, Tools, Hacks und sonstige Interventionen überhaupt funktionieren.

Das allererste und wichtigste ist der Schlaf. Guter Schlaf ist in unserer modernen Welt div. "Gefahren" ausgesetzt die dem für uns und unsere Gesundheit so wichtigen Prozess übel mitspielen, bspw. Koffein, oder Blaulicht, um nur zwei zu nennen.

Generelle Tipps, um den Schlaf zu fördern un dzu verbessern, findest Du auf meiner „Checkliste für (D)einen traumhaften Schlaf“.
Diese kannst Du Dir ganz einfach hier downloaden

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Checkliste traumhaft Schlafen

Damit eng verbunden ist „Lichthygiene“, bzw. ein gut funktionierender circadianer (Tag-Nacht-)Rhythmus, denn der hat extrem positive Einflüsse auf alle Körpersysteme, bspw. Appetit, Energie, Nebennieren, sämtliche Botenstoffe….

Leben ist Bewegung, Bewegung ist Leben. Und unser Körper ist einfach auf Bewegung ausgelegt, und daher gehört Bewegung eben auch zu den Basics. Ein einfacher Spaziergang, leichte Mobilitäts- oder Beweglichkeitsübungen helfen z.B. nicht nur, den Körper beweglich und „geschmeidig“ zu halten, sondern unterstützen auch dabei, geistig flexibel zu sein.

Über das, was du isst has du im Normalfall die 100%ige Kontrolle. Also achte ich darauf, dass es dir auch wirklich zuträglich ist! Schadstoffarm und nährstoffreich sollte es jedenfalls sein. Und vom Prinzip her alle wichtigen Makronährstoffe – also Proteine, Fette, Kohlehydrate – beinhalten. Stichwort „optimaler Teller“.

Und der Darm (und seine Gesundheit) ist so immens wichtig, dass das für mich definitiv zu den Basics gehört, und in meiner Arbeit eine zentrale Rolle spielt, s.o.

Eine besondere Gruppe von Heilpflanzen will ich hier nicht unerwähnt lassen: die sogenannten Adaptogene. Der Begriff adaptogen kommt aus dem Lateinischen; „adapto“ bedeutet anpassen. Adaptogene helfen also dabei, die Anpassungsfähigkeit des Körpers gegenüber Stress zu steigern, und dadurch seine negativen gesundheitlichen Auswirkungen zu mildern. Die Anwendung von Adaptogenen zielt darauf ab, die langfristigen Auswirkungen von Stress abzumildern, sowie Körper und Geist besser an die Situation anzupassen.



Adaptogene
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Was Adaptogene allerdings nicht leisten ist die Beseitigung der Ursachen für den Stress. Sie sind also lediglich Helfer, die eine vorübergehende Stütze in schwierigen Situation darstellen. Und dafür liebe ich sie. Welches Adaptogen im jeweiligen Fall sinnvoll ist, ist höchst individuell. Auch hier würde ich mir Unterstützung holen.

Neben den ganz konkreten Dingen zählt für mich zu einem energievolleren Leben aber auch, gut auf meine psychisch-seelische Basis zu achten. Denn durch den modernen Alltag, ständig einflutenden Informationen, Nachrichten usw. gerät auch das allzu oft in den Hintergrund. Dabei können einfach 5 Minuten der Stille und des ungestörten, einfachen Mit-sich-Seins so viel in mir ordnen und bewegen. Und mich an den kleinen und einfachen Dingen zu erfreuen.

Suchst Du jemanden, der dich dabei unterstützt, aus einer Phase der Erschöpfung herauszukommen? Willst Du Dich selbst endlich wieder besser zu fühlen, die Beziehung zu Dir selbst heilen und zufriedener, gelassener und energiegeladener leben? Ich unterstütze Dich gerne. Lerne mich im persönlichen Gespräch etwas näher kennen, und spüre, ob eine Zusammenarbeit mit mir für Dich passt!

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Disclaimer: die genannten Mittel und Empfehlungen dienen der Information, und stellen keine therapeutische Empfehlung dar. Ich rate von der Eigenanwendung ab, und verweise an den/die TherapeutIn Deines Vertrauens.




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